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Sievert Logistik startet Pilotprojekt zur webbasierten Sendungsverfolgung

Die Sievert Logistik SE wird ihren Kunden für Teil- und Komplettladungen eine ausführliche Sendungsverfolgung ermöglichen. Der branchenübergreifende Transport- und Logistikdienstleister hat deswegen ein webbasiertes Kundenportal in Betrieb genommen, das entsprechende Informationen liefert und nun im Rahmen von zwei Pilotprojekten getestet wird. Bislang waren derartige Daten meist den Kunden von Kurier- und Expressdienstleistern sowie den Mitarbeitern aus der Disposition vorbehalten. Ziel der Sievert-Lösung: Industrie und Handel sollen für alle Transporte den genauen Zeitpunkt einer Lieferung einsehen können. Eingebunden sind deswegen nicht nur der eigene Fuhrpark des Unternehmens, sondern auch die Fahrzeuge der Transportpartner.

"Unabhängig von der Branche wollen wir unseren Kunden ein Instrument an die Hand geben, mit dem sie die vor- und nachgelagerten Prozesse einer Lieferung präziser planen können", fasst Stefan Wurthmann den Nutzen des webbasierten Systems zusammen. Als Leiter des Prozessmanagements der sht hatte er lange mit Kollegen und Dienstleistern an einer Lösung gearbeitet, die vielfältigen Anforderungen gerecht werden musste. Neben der genauen Ankunftszeit sollte der Kunde über das Portal beispielsweise auch Statusinformationen zum Transport, Details zur Ladung sowie individuelle Hinweise einsehen können. Zudem kann der Kunde auf Wunsch zukünftig seine Aufträge im System selbst an die Disposition versenden. Selbst eine in Gänze beleglose Abwicklung aller Transportdienstleistungen wird sich in den nächsten Jahren damit realisieren lassen.

Vergangene Woche ging das System online. Nun steht unter realistischen Bedingungen ein Belastungstest durch zwei ausgewählte Firmen bevor. Für Wurthmann ist das der Zeitpunkt, ab dem das eigene Leistungsversprechen überprüft wird: "Wir haben viel Zeit in die Entwicklung unseres Systems gesteckt. Nun hoffen wir, dass es von unseren Kunden rege genutzt wird." Sobald der Belastungstest abgeschlossen ist und die gewonnenen Erkenntnisse verarbeitet wurden, werde das System von allen Kunden genutzt werden können. Läuft alles nach Plan, soll dies zur Mitte des Jahres der Fall sein.

Die technische Basis für das Kundenportal kommt derweil von der LIS AG. Der Anbieter von logistischen Informationssystemen stellt mit seinem Produkt "WebSped" das Grundgerüst des sht-Systems, auf dem die Daten verschiedener IT-Anwendungen und Dienstleister zusammengeführt werden. So liefert beispielsweise der Telematik- und Telemetrieanbieter Trimble sämtliche Statusdaten zu den Transporten der sht. Zudem kann das Portal individuell definierbare Daten aus der sht-Speditionssoftware übernehmen. "Alle relevanten Informationen zum Transport können somit nicht nur von unseren Disponenten, sondern auch von unseren Kunden und deren Kunden unter Beachtung aller Datenschutzvorkehrungen eingesehen werden", sagt Wurthmann.

Von der Sendungsverfolgung erfasst sind sämtliche Straßentransportbereiche der sht. Über das Online-Portal können deswegen die Informationen sowohl für Planen- als auch für die Silotransporte abgerufen werden. Wurthmann und die sht möchten damit den Anforderungen verschiedenster Verlader entsprechen: "Unabhängig von Branche und Transportgut wollen wir die Sendungsinformationen allen Kunden zur Verfügung stellen."